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# Die richtige Ausrüstung fürs Freitauchen, Apnoe-Tauchen

Während meines PADI Freediver-Kurs haben wir auch die Unterschiede der Apnoe-Ausrüstung zur Gerätetauch-Ausrüstung kennengelernt und wir durften im Rahmen des Kurses das Apnoe-Sortiment der Firma Mares zu testen.

Für den Kurs war meine Gerätetauchausrüstung völlig ausreichend, auch wenn diese zum Freitauchen nicht optimal geeignet ist. Sollte ich mich entscheiden diese Sportart weiter auszuüben, werde ich um die passende Ausrüstung nicht herum kommen.

Die richtige Ausrüstung fürs Freitauchen, Apnoe-Tauchen

besteht wie beim Gerätetauchen aus: Maske, Schnorchel, Flossen, Neoprenanzug und einem Bleigurt mit Hartblei. Die Unterschiede liegen im Detail:

Maske

Die Freitauch-Maske unterscheidet sich im Vergleich zu einer Gerätetauchmaske darin, dass das Volumen in der Maske viel kleiner ist. So ist es einfacher beim Tieftauchen den Druckausgleich in der Maske durchzuführen. Denn im Gegensatz zum Gerätetauchen, habe ich nur meinen einen Atemzug für den Druckausgleich.

Links Apnoe-Maske von Mares, rechts Tauch-Maske von Subgear (Scubapro)

Links Apnoe-Maske, rechts meine Gerätetauch-Maske

Schnorchel

Wie beim Gerätetauchen ist der Schnorchel auch hier auf der linken Seite befestigt. Allerdings stecken Freitaucher diesen zum Befestigen hinten durch das Maskenband. Da Hartplastik dann am Kopf sehr unangenehm wäre, ist dieser Schnorchel aus Silikon und somit weicher und biegbar. Ein weiterer Unterschied ist, dass ein Freitauchschnorchel kein Schnick-Schnack, wie ein Ablassventil etc. hat.

Links Schnorchel Subgear (Scubapro), rechts Apnoe-Schnorchel Mares

Links mein Schnorchel zum Gerätetauchen, rechts ein Apnoe-Schnorchel

Flossen

Der offensichtlichste optische Unterschied ist bei den Flossen. Freitaucher nutzen Flossen mit einem geschlossenen Fußteil (wie bei Schwimmbad-Flossen) und sind länger und schmaler als Gerätetauchflossen. Dadurch hat man einen größeren Vortrieb und verbraucht weniger Sauerstoff.

(Eine weitere Flossenart beim Apnoe-Tauchen ist die Monoflosse – ohne Abbildung)

Neoprensocken helfen Blasen oder Scheuerstellen durch das geschlossene Fußteil zu vermeiden.

Neoprenanzug

Eigentlich kann man jeden Neoprenanzug verwenden. Wichtig ist nur eine gute Passform (nicht zu eng) und der Reißverschluss sollte hinten sitzen, damit dieser das Atmen nicht behindert. Spezielle Apnoe-Anzüge haben gar keinen Reißverschluss, sind zweiteilig (Hose und Oberteil), innen aus Glattneopren und sitzen wie eine zweite Haut. Dadurch ist ein Anziehen, ohne sich vorher mit Babyöl oder Shampoo-Wasser einzureiben, unmöglich.

(Leider kein Bild vorhanden)

Bleigurt mit Hartblei

Dieser Bleigurt ist nicht aus Stoff, sondern aus Gummi mit einen Verschluss wie bei einem Gürtel. Der Vorteil des Gummis besteht darin, dass es

  1. beim Kopfüber abtauchen nicht unter die Arme rutscht und
  2. dehnbar ist und somit das Atmen nicht einschränkt

Softblei und Softbleigurte sind gänzlich ungeeignet, da sie durch die Taschen nicht gut passen und die Gefahr besteht, dass das Blei beim Abtauchen aus den Taschen fällt.

(Leider kein Bild vorhanden)

1 Comment

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    # PADI Freediver Kurs, Apnoe – Freitauchen mit Christian Redl und Aquanaut Frankfurt - Logbuch-Travelblog
    12. Juli 2016 at 12:09

    […] Gerätetauch-Ausrüstung für den Kurs genutzt. Diese ist zwar nicht optimal für das Freitauchen (hier geht’s zum Thema Ausrüstung), aber dennoch […]

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