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# Schnorchel lernen leicht gemacht – die ultimativen Schnorchel Tipps

Titelbild Schnorchel Tipps

Eigentlich sehe ich mir die Fische ja lieber von unten als von der Oberfläche aus an, trotzdem gehe ich total gerne schnorcheln. Bevor ich mit dem Tauchen angefangen habe, hat mir schnorcheln allerdings nicht wirklich Spaß gemacht, was zum Beispiel daran lag, dass die Maske ständig beschlagen war oder ich beim Abtauchen soviel Wasser in der Maske hatte, dass ich die Augen zu machen musste (was beim Schnorchel ja nicht so praktisch ist). Damit dir die typischen Anfängerfehler erspart bleiben, habe ich hier die ultimativen Schnorchel Tipps für dich zusammen gefasst.

Die richtige Ausrüstung

Maske

Alles fängt mit der Maske an, wenn die nicht gut sitzt und nicht dicht ist, macht das Schnorcheln kein Spaß. Zum Schnorcheln brauchst du eine Maske mit Nasenerker. Eine Schwimmbrille ist zum Schnorcheln ungeeignet. Um zu Prüfen, ob die Tauchmaske passt, setze sie ohne Gummiband auf dein Gesicht und atme durch die Nase ein. Wenn jetzt ein leichter Unterdruck entsteht und die Maske in deinem Gesicht klebt, ohne dass man sie festhalten muss, dann hast du die richtige Größe gefunden. Achtet auch immer darauf, dass sich keine Haare unter dem Silikon befinden (auch keine Barthaare!), denn dies kann auch schon dazu beitragen, dass Wasser in die Maske eindringt.

Schnorchel

Der Schnorchel wird, wie beim Geräte- oder Apnoetauchen links befestigt. Es gibt verschiedene Arten von Schnorcheln. Wichtig ist, dass das Mundstück gut passt und nicht reibt. Ob du dich für einen Schnorchel aus Hartplastik oder Silikon, mit oder ohne Ablassventil entscheidest, ist eigentlich egal. Apnoetaucher zum Beispiel nutzen Schnorchel aus Silikon und ohne Ablassventil (ein guter Vergleich seht ihr hier).

Aktuell liegen auch diese Vollgesichtsmasken mit integriertem Schnorchel voll im Trend. Ich habe sie aber noch nicht ausprobiert und kann dazu nichts sagen.

Flossen

Verzichte auf gar keinen Fall auf Flossen. Sie geben dir Vortrieb, helfen beim Abtauchen, man kann mit ihnen größere Strecken zurück legen und sie vereinfachen das Schwimmen gegen die Strömung. Es gibt verschiedene Arten von Flossen. Taucher nutzen Flossen mit offenem Fußteil und speziellen Neopren-Schuhen. Zum Schnorcheln bieten sich Flossen mit geschlossenem Fußteil an. Die Flossen gibt es in verschiedenen Härtegraden. Für den Anfang sollten sie nicht zu hart sein, damit du keinen Krampf bekommst.

Sollten deine Flossen etwas zu groß sein oder scheuern kannst du dir ein paar Neoprensocken anziehen.

Die richtige Technik beim Schnorcheln

Der Weg ins Wasser

Flossen an und rein, oder? Nein – wenn du vom Strand aus Schnorcheln willst, ziehe die Flossen erst im hüfttiefen Wasser an, das geht einfacher und schneller. Sollte es sehr wellig sein und du willst die Flossen doch lieber schon am Strand anziehen, dann lauf mit den Flossen RÜCKWÄRTS zum und ins Wasser. So stolperst du nicht über dein Flossenblatt.

Im Wasser

Im Wasser legst du dich am besten lang auf die Wasseroberfläche, halte deine Arme dicht an deinem Körper und atme ruhig. Versuche so wenig wie möglich zu zappeln und hektische Bewegungen zu vermeiden, so verjagst du keine Fishies und kannst sie in aller Ruhe beobachten.

Der Flossenschlag

Die richtige Flossenschlagtechnik ist wichtig um nicht das Gleichgewicht zu verlieren, oder auch um nicht zu schnell aus der Puste zu kommen (zum Beispiel auf dem Rückweg oder bei Strömung). Hierzu wendest du einfach die gleiche Technik wie bei dem Schwimmstil „Kraulen“ an. Die Beine sind gestreckt und die Bewegung kommt aus der Hüfte, versuche dabei deinen Oberkörper so ruhig wie möglich zu halten.

Die richtige Abtauchtechnik

Manchmal zieht einem die Neugier auch unter die Wasseroberfläche. Um schnell und atemsparend nach unten zu kommen lege dich gerade auf die Wasseroberfläche, atme tief ein und tauche dann mit dem Oberkörper in einem 90 Grad Winkel nach unten. Beginne mit dem Flossenschlag erst dann, wenn die Flossen unter Wasser sind.

Druckausgleich

Der Druckausgleich ist wichtig um Verletzungen des Trommelfells zu vermeiden. Hierzu einfach die Nase zuhalten und gleichzeitig versuchen leicht aus der Nase auszuatmen (das geht Unterwasser viel einfacher als an Land).

Den Schnorchel ausblasen

Während des Auftauchens den Kopf schon leicht in den Nacken legen, an der Oberfläche den Kopf dann ganz in den Nacken legen und feste auspusten. Dadurch das du den Kopf etwas nach hinten neigst, läuft automatisch schon etwas Wasser aus dem Schnorchel.

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Schnorchelweste

Eine Schwimm- oder Schnorchelweste ist nicht nur für ungeübte Schwimmer hilfreich, da man beim Schnorcheln leicht aus der Puste kommen kann und auch bei Wellen ist eine Schnorchelweste hilfreich. Schnorchelwesten kann man ganz einfach mit dem Mund selbst aufblasen und die Luft (zum Beispiel zum abtauchen) auch leicht wieder raus lassen.

Achte auf die Strömung und den Rückweg

Bei leichter Strömung ist es sinnvoll sich mit der Strömung treiben zu lassen und zurück gegen die Strömung zu schwimmen. Aber egal mit oder ohne Strömung – du solltest nie den Rückweg aus den Augen lassen. Tauche zwischendrin immer mal auf und verschaffe dir einen Überblick wie weit der Strand oder das Boot entfernt ist.

Nur gucken, nicht anfassen

Fische und Korallen sind schön anzusehen, aber mögen es gar nicht angetatscht zu werden. Daher gilt beim Tauchen und beim Schnorcheln immer: nur gucken nicht anfassen. Dies dient auch deinem eigenen Schutz, so vermeidest du Verletzungen durch Korallen oder Tiere.

Sonnenschutz

Ganz wichtig! Man kriegt im Wasser viel leichter einen Sonnenbrand. Das Wasser auf der Haut wirkt wie ein Lupenglas. Von daher solltest du nie ohne Sonnenschutz schnorcheln gehen. Nutze Sonnencreme mit hohen Lichtschutzfaktor und zieh am besten ein T-Shirt an. Es gibt auch spezielle UV T-Shirts die einen Sonnenbrand verhindern können.

Wertsachen

Wer seine Wertsachen nicht am Strand zurück lassen möchte, für den gibt es die Möglichkeit diese mit zu nehmen. Wir haben zum Beispiel für unseren Autoschlüssel beim Tauchen immer ein Taucherei* mit dabei.

Say „Cheese“

Nehm dir eine Unterwasser-Kamera mit. Das macht Spaß und hält die H(a)ighlights für die Zuhause gebliebenen fest. Günstige Einweg-Unterwasserkameras gibt es schon ab 11€ bei Amazon*.

 

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4 Comments

  • Reply
    Katja
    21. August 2017 at 10:25

    Das klingt, als ob es sogar eine Aktivität für mich sein könnte. Tauchen geht garnicht, aber mit deinen tollen Tipps und der Anleitung könnte ich mir Schnorcheln vorstellen.
    Vorausgesetzt es ist das passende Wasser da. Aber angeblich soll man ja vor Malta wunderbar schnorcheln können 🙂
    Ich werde testen.
    LG Katja

  • Reply
    Monika und Petar Fuchs
    21. August 2017 at 9:46

    Hallo Sandra,

    meine wenigen Schnorchelversuche, die ich bisher unternommen habe, haben mir das Schnorcheln auch verleidet. Aus den von Dir genannten Gründen. Vielleicht sollte ich es doch noch mal probieren? Und natürlich Deine Tipps dabei beherzigen. Lieben Dank dafür.

    Viele Grüße,
    Monika

  • Reply
    GF
    16. August 2017 at 19:51

    Sehr gut erklärt und nachvollziehbar weiter so Super
    GF

    • Reply
      Sandra
      16. August 2017 at 19:54

      Danke GF, das freut mich 🙂

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