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# Malediven – 3 Sterne Luxus im Inselparadies Embudu

Titelbild Malediven

Die Malediven waren jahrelang meine No. 1 auf meiner Reise-Bucketliste und die Vorfreude war schier unendlich als wir endlich unsere Reise gebucht hatten. Das wir leider das Zimmer des Grauens gebucht haben, war uns bis dato noch nicht bewusst.

Wir haben so gebucht, dass wir mit Condor einen Direktflug bekommen haben (Hinflug montags, zurück donnerstags). Dieser dauert in der Regel 9-10 Stunden. Wenn ihr könnt, reserviert euch ein Platz am Fenster. Schon der Anflug auf die Malediven ist atemberaubend!

Die Inseln wirken wie eine Perlenkette mitten im indischen Ozean. Nach der Ankunft am Flughafen bzw. auf der Flughafen Insel Hulule sind wir noch ca. 30 Minuten mit einem Speed-Dhoni zu unserer 180m x 275m kleinen Barfuß-Insel gefahren. Barfuß-Insel deshalb, weil man außer einem paar FlipFlops nichts weiter braucht. Selbst ich Schuh-Messies hatte nur 2 Paar dabei.

Die Insel Embudu / Hotel Embudu Village

Endlich angekommen, erwartet einen Gänsehaut bei 35 Grad. Es ist genauso, wie man es sich vorstellt! Wunderschöner weißer Sand mit schattenspendenden Palmen und das Meer wirkt wie ein riesiger Pool.

Nach einem kleinen Begrüßungs-Cocktail und dem Check-In ging es dann erst mal auf das Zimmer…

Das Zimmer des Grauens

Ja, das Zimmer… Ein Tipp von Anfang an: Bucht niemals nicht dort ein Sparzimmer oder auch Standard-zimmer genannt. Beim Buchen über ein Onlinereiseportal haben wir nicht darauf geachtet und dies dann später erst in der Buchungsbestätigung gesehen. „So schlimm wird´s schon nicht werden…“ Falsch! Wir hätten nie gedacht, wie sehr man eine Klimaanlage vermissen kann! Aber es hat ja nicht nur die Klimaanlage gefehlt, das ganze Zimmer war alt und herunter gekommen. Nach dem ersten kurzen umschauen, sind wir zur Rezeption und wollten upgraden… Dies konnten wir dann auch – leider erst am 6. Tag, aber immerhin hatten wir dann noch 4 schöne Tage in einem kleinen, modernen Bungalow, mit Terrasse, Klimaanlage und einem schönen Bad.

Verpflegung – all inclusive oder Vollpension?

Ganz klar, Vollpension auf dieser Insel. Der Aufpreis für all inclusive lohnt sich nicht. Wir haben für 10 Tage 150€ für unsere Getränke gezahlt. Muss aber dazusagen, dass wir nicht viel Alkohol trinken. Wir haben zum Essen meistens Softdrinks und tagsüber viel Wasser getrunken. Eine Flasche Wasser kostet 2,50€, ein Bier im Glas und Softdrinks 4€ und ein Wodka-Lemon 6,50€. Ein Eis haben wir uns auch gegönnt – ein Magnum für 6€. Ihr habt aber auch die Möglichkeit vor Ort noch auf „all in“ abzugraden. Cola Light, Marken-Alkohol, Flaschenbiere und Cocktails sind darin aber nicht enthalten. Nur der Cocktail des Tages ist bei „all-in“ inklusive.

6$ pro Magnum Eis

6$ pro Magnum Eis

 

Buffet

Die Buffets (morgens, mittags und vor allem das Nachtischbuffet abends) sind reichhaltig und es ist für jeden Geschmack etwas dabei. 1x in der Woche ist Barbecue/Grill-Abend. Im Restaurant teilt man sich sein Tisch mit weiteren Gästen. Wer jetzt denkt: och nöö, den kann ich beruhigen, das Hotel achtet darauf, wenn sie zusammen setzen. An unserem Tisch war ein Pärchen in unserem Alter die sogar gar nicht weit weg von uns wohnten, am anderen Tisch waren 2 Familien mit Kindern im ähnlichen Alter, am nächsten Tisch zwei Rentner-Pärchen.

Geburtstag

Hat man während seines Aufenthaltes Geburtstag erwartet einen ein schön dekorierter Tisch, ein Obstkorb auf dem Zimmer und abends ein großes Stück Torte. Ein nette Aufmerksamkeit. Ich fand es sehr süß und habe mich gefreut.

Wlan

Auf der Insel gibt es leider kein WLAN, aber man kann sich an der Rezeption eine einheimische SIM-Karte mit 2 GB Datenvolumen für 25$ kaufen und die Mitarbeiter helfen beim Aktivieren der Karte.

Sonne, Strand und Meer

Wie schon erwähnt, ist es einfach traumhaft! Puderzucker-Sand und ein Meer, dass wie ein rießiger Pool wirkt. Wir haben uns immer in der Nähe vom Steg niedergelassen. Dort befindet sich auch die Bar mit Toilette und Dusche. Es sind genug Liegen vorhanden, leider gibt es aber auch auf der kleinsten Insel die Idioten die sich ihre Liege mit Handtüchern reservieren und sich den ganzen Tag nicht blicken lassen. Es gibt für die Liegen auch Auflagen, die fanden wir aber eklig und haben sie nicht genutzt. Auf Seite der Wasserbungalows gibt es leider kaum Strand.

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Strand-Handtücher

Gibt es auf Embudu nicht. Ihr müsst ein eigenes, am besten zwei, mitbringen.

Indischer Ozean - Embudu

Indischer Ozean – Embudu

Baby Haie - Embudu

Baby-Schwarzspitzenriffhaie ziehen ihr Bahnen im flachen Wasser

Baby-Schwarzspitzenriffhai

Baby-Schwarzspitzenriffhai

 

Schatten

Es gibt nicht viele Schirme auf  der Insel, wer Schatten sucht, findet ihn fast nur unter einer Palme. Das klingt jetzt erst mal gar nicht so schlecht, allerdings muss man sich bei dem tropischen Bewuchs darauf einstellen, dass man von den Moskitos total zerstochen wird. Auf der Strandzunge gibt es keine Moskitos, aber leider auch kein Schatten.

Schattenplätzchen

Schattenplätzchen

 

Strandzunge

Aussicht

Die Aussicht auf die anderen Inseln auf der Seite der Wasserbungalows ist nicht so berauschend, auf der Seite des Korallengartens dafür aber superschön.

 

Relaxen

Animation

Tagsüber gibt es keine Animation. Abends gibt es 1x in der Woche Disko mit dem Motto „da bebt das Atoll“ und eine Zauberer-Show. Ansonsten kann man den Abend gemütlich auf der Terasse am Meer ausklingen lassen.

Bar-Terrasse

Schnorcheln und Tauchen

Die Tauchbasis auf Embudu ist von Diverland. Die aktuellen Preise findet ihr bei Diverland auf der Homepage. Leih-Ausrüstung zum Tauchen und Schnorcheln ist genügend vorhanden, wobei ich mir niemals im Urlaub einen Schnorchel leihen würde. Allein der Gedanke, daran wieviele diesen schon vor mir angesabbert  haben verursacht Schüttelkrämfe.

Mit etwas Glück sieht man beim Schnorcheln am Hausriff Schildkröten und früh morgens Mantas. Der Mann an unserem Nachbartisch, war jeden Morgen vor dem Frühstück schnorcheln und hat uns anschließend immer von seinen Manta-Begegnungen erzählt.

Hausriff

Das Hausriff verfügt über 5 Ein-/Ausstiegspunkte (auf der Karte mit Fähnchen markiert). Durch die Nähe des Kanals herrscht aber oft starke Strömung. Wer nicht durch den Korallengarten zum Riff möchte, sollte vorher immer die Strömung checken / Rücksprache mit der Tauchbasis halten. Dies gilt für Taucher und Schnorchler gleichermaßen. Wir waren nur 3x am Hausriff tauchen – 1 Check-Dive, 1 Early Morning und 1 Nachttauchgang.

Hausriffkarte

Hausriffkarte

 

Mehr zum Thema Tauchen auf Embudu erfahrt ihr hier.

Weitere Sportaktivitäten

Es wird auch noch Stand-Up Paddeling und Kajak fahren angeboten. Das haben wir aber nicht genutzt.

Ausflüge

Es werden außer den Tauch- und Schnorchelausflügen noch drei weitere Ausflüge angeboten:

  • Nachtfischen
  • Insel-Hopping
  • Shopping auf Malé

Zusammen gefasst:

Embudu ist eine schöne, gepflegte Barfuß-Insel mit super Tauchbasis und Hausriff. Mit dem richtigen Zimmer/Bungalow perfekt für Ruhesuchende und das Preis-/Leistungsverhältnis ist auch völlig Ok. Die 3 Sterne sind keineswegs negativ. Das Essen ist lecker und frisch und die Angestellten sind alle samt sehr nett (mit Trinkgeld natürlich noch viel netter). Leider kann ich noch keinen Vergleich zu einer anderen Insel ziehen, würde aber auf jeden Fall noch einmal kommen.

Weitere Tipps:

  • Nehmt Euch eine schöne, farbige Luftmatratze für Fotos mit. Die Luftmatratze dort im Shop kostet 20$.
  • UV-Shirt nicht vergessen, ansonsten macht schnorcheln nur am ersten Tag Spaß.
  • Ihr braucht einen Fensterplatz im Flugzeug. Die Aussicht auf diese vielen kleinen Inseln ist unbeschreiblich.
  • Nochmal würde ich keinen Direktflug mit Condor nehmen, sondern lieber bequemer mit Emirates (+ Zwischenstopp) fliegen. Die Sitzreihen kamen mir dieses mal noch enger vor.

2 Comments

  • Reply
    Meine Reise Bucket List - denn die Welt ist nicht genug
    10. November 2016 at 15:49

    […] Auf den Malediven relaxen […]

  • Reply
    Meine ersten Großfische - Tauchen auf den Malediven - Logbuch
    27. Mai 2016 at 14:16

    […] Eintrag über das Hotel und die Insel an sich könnt ihr hier […]

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