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# Schadensersatz bei Flugverspätung – meine Erfahrung mit einem Fluggasthelfer-Portal

Schadensersatz bei Flugverspätung Titelbild

Endlich ist es soweit, der Urlaub steht vor der Tür und die Vorfreude ist riesig doch dann das: der Flug hat Verspätung. Diese Erfahrung hat schon fast jeder einmal machen müssen, der mit dem Flugzeug unterwegs war. In unserem Fall hatte der Flieger über 4 Stunden Verspätung.

Nachfrage bei der Airline

Auf Nachfrage bei den Mitarbeitern am Schalter, ob uns eine Entschädigung zu steht und wie wir diese erhalten können, wurde uns ein Formular überreicht, welches wir bei der Airline einschicken konnten und dann würden wir einen  Gutschein über 20€ für die nächste Flugbuchung erhalten. Wir haben das Formular aber nicht abgeschickt, da es nach dem Urlaub einfach in Vergessenheit geraten ist.

Fluggast-Recht: Nach drei Stunden Verspätung am Ankunftsort steht einem eine Entschädigung zu.

Durch Zufall bin ich 9 Monate später auf eine Anzeige von dem Fluggasthelfer-Portal „FairPlane“ aufmerksam geworden:
„Schadensersatz bei Flugverspätung“  und  „FairPlane hilft Ihnen Ihr Recht durchzusetzen“ waren dabei die Schlüsselsätze die mir das ganze wieder ins Gedächtnis gerufen haben. Online konnte ich prüfen lassen, wie viel Geld wir zurück erstattet bekommen könnten: 400€ pro Person. Die Slogans klangen recht vielversprechend, und da wir nichts zu verlieren hatten, haben wir unser Glück versucht.

Schadensersatz bei Flugverspätung – meine Erfahrung mit dem Fluggasthelfer-Portal „FairPlane“

Anmeldung

Die Anmeldung im Internet erfolgt ganz einfach, jedoch muss sich jeder volljährige Fluggast einzeln registrieren. Man kann nicht „im Namen von“ den Anspruch mit geltend machen. Nach der Anmeldung muss man noch seine Buchungsbestätigung oder sein Flugticket als Nachweis hochladen.

Prüfung und Kosten

Das Prinzip von FairPlane besteht auf erfolgsorientierter Bezahlung. Das heißt, wenn Aussicht auf Erfolg besteht, übernehmen sie den Fall und erhalten eine Provision bzw. wird diese dann gleich einbehalten. Das Kostenrisiko liegt komplett beim Fluggasthelfer-Portal. Wenn eine Erstattung im nachhinein, dann doch nicht möglich ist, werden die bis dahin entstandenen Kosten von FairPlane getragen. Online konnte man prüfen wie viel Geld man im besten Fall zurück erstattet bekommt.

Rechtsanwalt, Kontakt

Kontaktiert wurden wir immer nur per Email. Nach der Auftragsbestätigung erhielten wir LogIn Daten um unseren Status online einsehen zu können und anschließend erhielten wir eine  Email von der beauftragten Kanzlei aus Österreich. Das Einzige was wir tun mussten, war die mit gesandte Vollmacht auszudrucken, auszufüllen und per Post an die Kanzlei zurück zu senden.

Im Laufe der nächsten Wochen erhielten wir regelmäßig ein Status-Update und wurden auf dem Laufenden gehalten.

Ergebnis

Die Airline hat unserem Anspruch zugestimmt und der Kanzlei 400€ überwiesen. Die Kanzlei hat die Provision (24,5% + 20% österr. MwSt.) einbehalten und uns 282,40 € überwiesen.

Entschädigung bei Flugverspätung

Chronologischer Ablauf / Dauer:

 26.06.:Online angemeldet, Daten eingegeben
 30.06.:Status Update: Auftragsbestätigung
 30.06.:Email Rechtsanwalt, Vollmacht ausfüllen
 08.07.:Vollmacht per Post weg geschickt
30.07.:Status Update: Airline kontaktiert und zur Stellungnahme aufgefordert
 10.08.:Status Update: Airline akzeptiert Anspruch und hat Zahlung avisiert
 01.09.:Abrechnung von der Kanzlei erhalten und Email mit der Bitte um Mitteilung der Kontodaten bzgl. der Auszahlung
 14.09.: Geldeingang auf dem Konto

Abrechnung:

 Ausgleichszahlung 400.00 €
  + Zinsen  0.00 €
 – Auslagen  0.00 €
 – Fairplane Provision (inkl. 20% MwSt./Österreich) 117.60 €
 + Berücksichtigter Rabatt   0.00 €
 = Ihre Ausgleichszahlung 282.40 €

Zusammen gefasst:

Wenn ich mir überlege, dass die Airline uns einen 20€ Gutschein andrehen wollte und wir im Endeffekt 282,40€ erhalten haben, ist es definitiv nicht verkehrt so ein Fluggasthelfer-Portal zur Hilfe zu nehmen. Das gute ist auch, dass du bis zu drei Jahre rückwirkend deine Ansprüche noch geltend machen kannst. Allerdings nur wenn keine außergewöhnlichen Umstände wie z. Bps. politische Unruhen oder ein Vulkanausbruch, etc. zu Grunde liegen und dies gilt auch nur für Flüge die innerhalb der EU starten oder für Flüge deren Airline einen Sitz in der EU hat (siehe Fluggastrechteverordnung der Europäischen Union).

Natürlich kannst du auch versuchen, ohne ein Fluggasthelfer-Portal wie FairPlane deinen Anspruch auf Schadensersatz zu erhalten. Einen schönen Artikel mit Hinweis auf die Fluggastrechte und einen Musterbrief findest du bei Finanztip.de.

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