1 In Deutschland/ Tauchen

# Trockentauchkurs (PADI)

Im Trocki

Wir tauchen gerne in unseren heimischen Seen nur leider ist die Tauchsaison in Deutschland für mich sehr kurz, da es mir im Frühjahr und im Herbst mit einem Nasstauchanzug (und Eisweste) schnell zu kalt. Auch macht es keinen Spaß, wenn man pitschnass aus dem See kommt und sich dann außerhalb des Wassers alles abfriert. Beim Tauchen mit einem Trockentauchanzug (auch „Trocki“ genannt) bleibt, bis auf das Gesicht und die Haare und eventuell die Hände, alles an einem trocken. Das Material des Anzuges ist wasserdicht und die eingeschlossene Luft, sowie die speziellen Trocki-Unterzieher sorgen für die Wärmeisolierung.

Der Kurs dauert zwei Tage und besteht aus Theorie, sowie Schwimmbad- und Freiwassertauchgängen. Als Leihequipment haben wir Trockentauchanzüge der Marken Subgear und Santi erhalten.

Trockentauchkurs – Tag 1

14:00h war Treffpunkt bei Aquanaut in Frankfurt. Nach den kurzen Formalitäten ging es auch schon an die Anprobe der Anzüge. Es sind genug Leih-Trockentauchanzüge für die unterschiedlichsten Größen und Körperbauten vorhanden. Wir waren 4 Kursteilnehmer und nachdem jeder von uns einen passenden Anzug hatte, ging die Theorie-Einheit los.

Theorie

Der theoretische Teil gibt einen Ein- und Überblick über die verschiedenen Arten eines Trockis, dessen Zubehör und die Pflege. Man lernt wie man mit diesem Anzug tariert und welche Gefahren und Risiken das tauchen mit einem Trocki birgt.

Im Schwimmbad

Schwimmbad

Direkt im Anschluss an die Theorie ging es ins Schwimmbad um das eben erlernte in die Tat umzusetzen. Wie funktioniert die Tarierung, wie fühlt sich ein Anzug-Squeeze an, wie kann ich mir helfen, wenn ich mich in eine missliche Lage gebracht habe.

Trockentauchkurs – Tag 2

Dieses mal haben wir uns um 10:00 Uhr am Baggersee in Diez getroffen. 8 Grad Außentemperatur und 10 Grad Wassertemperatur versprechen beste Bedingungen für die kommenden Freiwassertauchgänge.

Baggersee Diez

Baggersee Diez

Freiwassertauchgänge

Aus hygienischen Gründen haben wir keine Unterzieher für die Trockis bekommen, sondern haben uns dick und warm eingepackt und sind dann in die Anzüge gestiegen aber trotz der Skiunterwäsche, der dicken Jogginghose und dem Pulli waren die 13 Grad Wassertemperatur noch kalt, aber laaaaaaaaaaaaaaaang nicht so, als es mit einem Nasstauchanzug geworden wäre. Geübt wurde der Umgang mit den Ventilen mit Handschuhen und das Tarieren. Insgesamt haben wir zwei Freiwassertauchgänge gemacht.

Völlig schwerelos!

Völlig schwerelos!

Zusammen gefasst:

Es ist total angenehm, wenn man aus dem Wasser kommt, sich seines Anzuges entledigt und trocken ist! Aber: das Tauchen mit solch einem Anzug ist gar nicht so einfach und erfordert Übung. Mit zwei Freiwassertauchgängen ist es nicht getan. Hier ist die Devise: Learning by Doing mit dem eigenen Anzug. Dieser ist sehr teuer, dennoch rate ich jedem vom einem Ebay-Kauf ab. Wer günstig kauft, kauft in diesem Fall oft zweimal. Wenn ihr darüber nachdenkt, auch diesen Kurs zu machen, dann kann ich euch Aquanaut sehr empfehlen. Wir haben uns zu jeder Zeit gut aufgehoben gefühlt, die Gruppengröße war super und wir hatten Spaß! Die Tauchgänge haben sich nicht wie ein Kurs, sondern wie ein Tauchausflug angefühlt.

 

1 Comment

  • Reply
    Silfra Spalte - Tauchen zwischen den Kontinentalplatten
    24. Februar 2017 at 8:39

    […] ich im Mai meinen Trockentauchkurs gemacht habe (hier kannst du es nachlesen) habe ich nicht  gedacht, dass ich 5 Monate später die zwei kältesten Tauchgänge überhaupt […]

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