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# Lange Haare und Tauchen – Tipps zum bändigen und pflegen

Lange Haare und Tauchen

Wer längere Haare hat kennt die Probleme – die Haare fliegen im Gesicht rum, die Maske ist undicht, weil wieder ein Haar zwischen Silikon und Gesicht klemmt, sie bleiben am Klettverschluss oder irgendwo anders an der Ausrüstung hängen, man reißt sie sich immer irgendwie raus und sobald man wieder auftaucht sind die Haare nur noch ein großes Knäul. Da ich diese Probleme am Anfang auch alle hatte, habe ich meine Tipps zur Abhilfe hier zusammengefasst.

Tipps zum bändigen und pflegen von langen Haaren beim Tauchen

Wie bändigt man seine Mähne Unterwasser?

Ein ganz normaler Zopf / Pferdeschwanz scheint erst einmal logisch, jedoch wird der Haargummi dann stören, weil dort an dieser Stelle am Hinterkopf das Maskenband aufliegt. Die Maske sitzt dann nicht richtig, oder man bekommt Kopfschmerzen vom Druck des Haargummis auf den Hinterkopf – im blödesten Fall beides. Bei einem tiefsitzenden Zopf / Pferdeschwanz habe ich die Erfahrung gemacht, dass mich der Haargummi auch im Nacken stört, vor allem dann, wenn ich eine Kopfhaube trage.

Ein weitere Möglichkeit wäre die Haare oben auf dem Kopf, ein bisschen so wie ein Sumo-Ringer, zusammen zu binden, jedoch besteht auch hier das gleiche Problem mit dem Verknoten und wenn sich der Haargummi einmal während des Tauchgangs verabschiedet, sieht man dann unter Wasser aus wie eine Anemone.

Am besten hat sich für mich erwiesen, die Haare zu einem Zopf oder zu zwei Zöpfen (rechts und links) zu flechten und kleinere, störende Strähnchen mit einer Haarnadel / Bobbypin festzustecken (aber Achtung: die rosten und der Rostfleck bleibt ewig im Haar 🙂 ). Es muss nicht perfekt aussehen, nur die Haare zusammenhalten. Ein weiterer Vorteil ist, dass kein Haargummi gegen den Kopf drückt.

Welche Hilfsmittel gibt es?

Maskenband mit Schnellverstellschnalle
Das Tragen eines solchen Maskenbandes ist schon etwas angenehmer als ein Standard Silikonmaskenband auf den Haaren. Ich habe ein solches Maskenband an meiner Scubapro Ghost* Maske,  aber empfinde es persönlich als eher störend, daher ist es nur mein Ersatzband, falls mein eigentliches Maskenband einmal reißen sollte.

(Neopren-)Maskenband
Dies hat sich bei mir und meinen langen Haaren als unersetzbar erwiesen, wenn ich ohne Kopfhaube tauche. Denn durch das Neopren kann man das Maskenband* leichter an die richtige Stelle am Hinterkopf ziehen und schieben, ohne dass sich die Haare um das Silikonband wickeln.

Kopfhaube
In diesem Fall eigentlich die eierlegende Wollmilchsau. Viele Probleme hat man erst gar nicht, wenn man mit Haube taucht. Von dem (Wärme-)Schutz mal abgesehen, bleiben die Haare zusammen und sie verknoten nicht so schlimm, die Maske sitz und man braucht kein schnick-schnack wie Neopren-Maskenband etc.. Kopfhauben gibt es in verschiedenen Neopren-Stärken und eine 3mm Kopfhaube* ist auch im warmen Gewässer gut zu (er-)tragen.

Kopfbedeckungen wie Bandana, Beanie, etc.
Alternativ oder wenn man keine Kopfhauben mag, kann man sich auch ein Kopftuch (Bandana, Beanie, Buffs usw.) umbinden oder zu einem Neopren-Stirnband greifen (Badekappen würden auch gehen, aber der optische Aspekt ist dann dahin). Der Vorteil ist, dass diese an der Luft schnell trocknen und man gleichzeitig einen Sonnen- und Windschutz hat.

 

… und nach dem Auftauchen? Die richtige Pflege!

Auch wenn man sich einen ordentlichen Zopf macht, Haube trägt, usw. sind meine Haare nach dem Auftauchen oder spätestens dann, wenn man die Ausrüstung ablegt und die Haube vom Kopf zieht, die Haare verknotet. Das Salzwasser tut dann noch sein Übriges und man fühlt sich ein wenig wie ein Rastafari. Was hilft also nach dem Auftauchen?

Als erstes, wenn möglich, die Haare mit Süßwasserspülen!
Auch wenn du nur im Meer schwimmen warst, da das Salz lagert sich auf der Haut und Haaren ablagert und sie austrocknet.

Dann kommt es drauf an, ob sich die Haare ohne allzu großen Verlust kämen lassen, wenn nein, nutze ich eine 2-Phasen Sprühkur (von Revlon*). Diese pflegt die Haare nicht nur, sondern macht sie auch leicht kämmbar.

Auf die richtige Bürste kommt es auch an – ich nutze nur noch den Tangle Teezer* (auch zu Hause). Die Haare lassen sich damit viel leichter durchkämmen und es ziept viel weniger. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Bürste aus Plastik und somit schnell trocken ist.

Am Ende des Abends / der Tauchgänge die Haare dann mit einem Pflegeshampoo waschen, um die restlichen Salzrückstände zu entfernen und ein Conditioner / eine Pflegespülung nutzen, damit die Haare wieder schön geschmeidig werden. Im Anschluss gebe ich noch immer etwas Öl in meine Haare.

 

Hast du auch noch einen Tipp? Dann freue ich mich über deinen Kommentar!

 

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